Auerhaus

von Bov Bjerg

Junges Schauspiel | ab 14


  • © Isabel Machado Rios

ZUM STÜCK

Birth, school, work, death. In diese vier Ordner passt das ganze Leben. Als Frieder bei school angekommen ist, will er einen Ordner überspringen, aber der Suizid misslingt und er landet auf der Geschlossenen. Frieder, den alle nur den Bauern nennen, der aussieht »wie ein Spasti«, wenn er lacht. Frieder, der noch nie mit einem Mädchen geschlafen hat und der niemandem sagt, warum er sich umbringen wollte. Da der Arzt ihm empfiehlt, erstmal nicht bei den Eltern zu wohnen, gründet Frieder in dem leerstehenden Haus seines Opas eine Wohngemeinschaft mit seinem Freund Höppner. Außerdem lässt Frieder zusätzlich Pauline, die Pyromanin, die er aus der Klapse kennt, auf dem Dachboden einziehen. Nun beginnt für alle das richtige Leben, mit Aufstehen, selber Frühstück machen, Federball spielen, Essen klauen, Essen kochen und Aufpassen auf Frieder. Eines Tages platzt Harry in das Dorfidyll. Harry ist schon bei work, macht eine Lehre zum Elektriker, hat uneingeschränkten Zugang zu Marihuana und wäre am liebsten eine Drag-Queen. Als diese Drag-Queen ihm die Freundin ausspannt, ist Höppner wenig erfreut. Doch dessen ungeachtet mausert sich das Auerhaus zur Partyzentrale und Frieder setzt erneut zum Sprung an. »Alle Personen sind erfunden, alle Handlungen verjährt«, betont Bov Bjerg, bevor der Roman beginnt – und das gilt vielleicht für die vier Jugendlichen, die in den achtziger Jahren ein westdeutsches Provinznest zum Leben erwecken, weniger aber für den Puls der Zeit, der uns aus dieser Geschichte entgegenschlägt. Eine Hommage an den bittersüßen Vogel Jugend und seine Lieder über Liebe, Lebensmüdigkeit, Freundschaft und Trost. Gestern wie heute und morgen. Eine zeitlich limitierte Kampfansage ans Erwachsenwerden und an alle, die stolz auf ihre birth-, school- und work-Ordner sind.

 

BOV BJERG (geb. 1965 in Heiningen, Baden-Württemberg) studierte Linguistik, Politik- und Literaturwissenschaften in Berlin und Amsterdam und ist Absolvent des Deutschen Literaturinstituts Leipzig. Der Schriftsteller und Kabarettist rief in den Neunzigern verschiedene Lesebühnen ins Leben und arbeitet seit 2001 mit Horst Evers  zusammen. Auerhaus ist der zweite Roman des MDR-Literaturpreisträgers.

REGIETEAM

Regie Anna Vera Kelle + Bühnenbild Mona Lühring + Kostümbild Lisa-Dorotheé Franke + Dramaturgie Barbara Kantel + Live-Musik Julian Mandernach

BESETZUNG

Cäcilia Emilia Reichenbach + Pauline Julia Schmalbrock + Vera Anne Rohde + Frieder Maximilian Grünewald + Höppner Sebastian Weiss + Harry Julian Mandernach

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