Die Aristokraten

von Sasha Marianna Salzmann

So 26.02.17 | 20:00–21:00 | Cumberlandsche Bühne


  • © Isabel Machado Rios

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ZUM STÜCK

In einer vom Krieg zerstörten Stadt flüchten sich eine junge Frau und ein junger Mann in eine verlassene Penthousewohnung. Die Umstände haben auch die beiden zu Feinden gemacht. Vor langer Zeit ist Sascha von Schuras Familie aufgenommen worden. Und Schura hat sich durch den Kriegsschauplatz gekämpft, um sie zu finden. Nun erscheint er, dreckig und mit einem Fisch als einzigem Besitz, bei Sascha, die Champagner im Kühlschrank stehen hat. Draußen will Schura jemanden getötet haben, mit dem beide eine gewaltsame Vergangenheit verbindet. Doch begraben ist der Tote noch lange nicht. Erst recht nicht für Sascha. Es beginnt ein Kampf gegen den Verlust von Zivilisation: Teilt man sein Essen, begräbt man die Toten? Weitermachen oder von vorn anfangen? Es scheint ein Spiel ohne Ausweg zu sein, und die beiden spielen es mit vollem Einsatz. Sasha Marianna Salzmann hat mit Die Aristokraten eine Studie über den dünnen Firnis der Zivilisation in einer entmenschten Gesellschaft geschrieben.

 

SASHA MARIANNA SALZMANN (geb. 1985 in Wolgograd) wuchs in Russland und Deutschland auf. Sie absolvierte ihr Abitur in Hannover, studierte an der Universität Hildesheim und arbeitete als Regie- und Dramaturgieassistentin am Schauspiel Hannover. Dort gelangten ihre eigenen Texte erstmalig auf Theaterbühnen (Weltrettungsauftrag in der Eisfabrik sowie geister folgen am Landgericht Hannover). Ab 2008 studierte sie Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin. Von 2002 bis 2013 war Salzmann Mitherausgeberin von freitext, von 2013 bis 2015 Künstlerische Leiterin der Spielstätte Studio R des Maxim Gorki Theaters. Seit 2013 ist sie dort Hausautorin. Für ihr Stück Muttersprache Mameloschn erhielt sie 2012 den Kleist-Förderpreis und 2013 den Publikumspreis der Mülheimer Theatertage.

 

Die Darsteller Carolin Haupt und Sebastian Weiss in unserer Radiosendung Theaterzeit zu Die Aristokraten:

REGIETEAM

Regie Paulina Neukampf + Bühne Julia Berndt + Kostüme Magdalena Schön / Helen Stein + Musik Sarah De Castro + Dramaturgie Kerstin Behrens

BESETZUNG

Sascha Carolin Haupt + Schura Sebastian Weiss

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

Ein ziemlich starkes Stück über die Liebe in Zeiten des Krieges Hannoversche Allgemeine, 22.10.16
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Auf böse Art raffiniert Neue Presse, 22.10.16
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Ein, wie ich finde, eher sperriges Stück, das sich immer wieder selbstverliebt labernd in seiner Sprache verliert. Und trotzdem nicht die Spieler von ihrer Spielwut abhält, ihrer Lust, aus vagen Sprachbildern konkrete theatrale vorgänge mit Wucht und Würde zu präsentieren. Großartige Schauspieler, großartig schauspielernd!

Martin Murch 01.11.2016, 16:54

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